Ausschreibungen für Mittwoch-Abend-Rennserien Nürberger Radrennbahn

Servus liebe Sportler, auch in dieser Saison veranstalten wir immer Mittwochs den Schwarz-Metall- und den Duschl-Cup.

Hier findet Ihr die Ausschreibungen:

Generalausschreibung Schwarz-Metall Cup 2017

– Steher Trainingsrennserie –

Generalauschreibung Schwarz-Metall-Cup 2017

Ausschreibung Radsport Duschl- Cup 2017 und Werbegestaltung Martina Schwarz Cup 2017

– Trainingsrennserie aller Klassen –

Ausschreibung Radsport Duschl Cup 2017

Wir wünschen unserem Gönner FRITZ NEUSER alles Gute zum 85sten

Nürnberg – Fritz Neuser – einst 12-facherDeutscher Meister des RC Herpersdorf – feierte am 14. April seinen 85. Geburtstag! Das Wort „Ruhestand“ scheint für ihn allerdings nach wie vor ein Fremwort zu sein: Noch immer ist der erstaunlich rüstige Jubilar in seiner „Scuderia-Auto-Neuser“ täglich ab 9.00 Uhr unermüdlich im Einsatz. Er kauft und verkauft edle Oldtimer, die er mit seinem Team liebevoll restauriert. In seinem Geschäfsträumen in der Nürnberger Nordstadt präsentiert Fritz Neuser eine außergewöhnliche Ausstellung erlesener Sammler-Fahrzeuge, bietet Liebhabern von exclusiven Klassikern Reparaturen und hält viele seltene Ersatzteile parat. „Es motiviert mich immer wieder aufs neue, wenn ich sehe, dass die Kunden gerne zu mir kommen und mir vertrauen. Meine Arbeit ist mein Lebenselixier und sie macht mir noch immer großen Spaß“, schwärmt der Herpersdorfer Ex-Meister, der in den 1950er-Jahren mit ebenso großen Ehrgeiz als Radsportler erfolgreich imSattel saß. Mit 337 Siegen, die er 1948 bis 1956 auf Bahn und Straße erkämpfte, ist Fritz Neuser bis heute noch immer der siegreichste Fahrer des einst größten deutschen Radsportvereins RC Herpersdorf.

Fritz Neuser im Jahre 1948

Fritz Neusers großer Mäzen, der unvergessene Sportleiter Andreas Egerer, erkannte 1948 als Erster das große Ausnahmetalent des ehrgeizigen jungen Neulings, der auf Anhieb zur deutschen Spitzenklasse zählte. Bei seiner ersten der Bahn-DM in Aachen wurde Fritz Neuser 1949 als 17-Jähriger Vierter der deutschen Sprintermeisterschaft und bei der Meisterschaft im Strassenfahren verpasste mit großem Pech als Vierter nur ganz knapp einen begehrten Platz auf dem Treppchen! In Bayern hatte Fritz Neuser in der A-Juhgendklasse kaum einen Gegner zu fürchten, bundesweit gehörte er zu den Besten! Auch nach seinem Wechsel in die Klasse der Amateure war Fritz Neuser ein absoluter Senkrechtstarter: Mit 18 Jahren eilte er bei Straßen- und Rundstreckenrennen von Sieg zu Sieg und zusammen mit Gotthart Dinta, Günther Andrea und Hans Schwab holter er in neuer Rekordzeit die DM im Bahn-Vierer. Noch erfolgreicher verlief für Fritz Neuser das folgende Jahr. Erneut gewann er mit dem Herpersdorfer Vierer souverän den Bahn-Meistertitel und ebenso die Mannschafts-DM auf der Strasse über 100 Kilometer! Konrad Schwab , der damalige 1. Vorsitzende und Sportleiter Egerer waren völlig aus dem Häuschen, als auch die Jugendmannschaft des RCH den Strassen-Titel klar gewann und Profi-As Georg Voggenreiter im gleichen Jahr auch noch die deutsche Sprintermeisterschaft für den RC Herpersdorf erkämpfte. Vier deutsche Meistertitel in einem Jahr für einen Verein – das hatte es im deutschen Radsport bislang noch nie gegegen. Der kleine Nürnberger Vorort Herpersdorf , der damals noch zum Landkreis Schwabach zählte, wurde als die „große deutsche Radsport-Hochburg“ gefeiert. Bundespräsident Thoedor Heuß verlieh dem RCH 1951 das Silberne Lorbeerblatt, die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik für außergewöhnliche sportliche Leistungen!

 

Fritz Neuser, der inzwischen auch als Nationalfahrer auf Bahn und Strasse vielseitig eingesetzt wurde, ging 1952 als mehracher deutscher Meister neue Wege. Mit dem schnellen Münchner Bahnspezialisten Franz Kösselsdörfer, gewann er in München den Meistertitel auf dem Tandem. Ein weiterer Meistertitel folgte auf der Münchner Piste mit dem Bahnvierer des RC Herpersdorf, in dem nun Franz Bittner statt Günther Andrea mit Neuser, Schwab und Dinta fuhren. Absoluter Höhepunkt des Rennjahres 1953 waren die deutschen Bahnmeisterschaften auf der Radrennbahn in Köln-Müngersdorf. Auch hier wurden die „Heperer“ , wie man sie damals nannte, ihrer Favoritenrolle gerecht. Der Bahnvierer , in dem nun neben Neuser und Bittner Heinz Weltrowski und Georg Singer fuhren, marschierte unter der Regie des Kapitäns Fritz Neuser unaufhaltsam zum nächsten Meistertitel! Als Titelverteidiger bewiesen in Köln Fritz Neuser und Franz Knösselsdörfer anschließend, dass sie auf dem Tandem nicht zu schlagen waren.

Fritz Neuser 1951  Sieger beim Statdparkrennen

Mit besonderer Spannung fieberte man beim RC Herpersdorf den deutschen Bahn-Meisterschaften 1954 entgegen, die in Nürnberg-Ziegelstein auf der ASN-Radrennbahn stattfanden. Die DM in der Einer-Verfolgung über 4000m gewann Fritz Neuser unangefochten in aboluter Bestzeit. Mit seinem Vereinskameraden Werner Löw als neuem Partner ging er bei der Tandem-DM an den Start und auf Anhieb holte sich das schnelle Herpersdorfer Duo den Meistertitel. Zwei weitere DM-Titel für Fritz Neuser folgten 1956 mit dem RCH-Bahnvierer und im Zweier-Mannschaftsfahren mit dem Schweinfurter Günter Ziegler. Als zwöffacher Deutscher Meister wollte Fritz Neuser seine Karriere mit einer Medaille bei den olympischen Spielen 1956 krönen und abschließen. Zusammen mit dem damaligen deutschen Sprintermeister Günther Ziegler startete er für Deutschland auf dem Tandem. Doch die beiden Bayern, die als große Medaillenhoffnung galten, hatten riesiges Pech. Nach einem Rempler durch das russische Tandem stürzten Neuser-Ziegler im vollen Speed sehr schwer. Statt der erhofften Mdaillen brachten sie eine Menge tiefer Schürwunden und schmerzhafter Prellungen mit nach hause!

Nach zehn erfolgreichen Jahren beendete Fritz Neuser 1957 seine außergewöhnliche Radsportkarriere und sattelte bald darauf auf vier Räder um. Auch im Motorsport war er sofort sehr erfolgreich: Bei Slalom-, Berg- und Rundstreckenrennen holte er sich im In- und Ausland auf Abarth -ALFA ROMEO GTA und Porsche bei 67 Starts über 52 Siege! Sein Faible für den Motorsport kam ihm zu Gute, als er in Nürnberg am Maxtor sein erstes Autogeschäft als Vertragshändler von Alfa-Romeo eröffnete. Wenige Jahre später folgte der Umzug zum Röthensteig , wo Neuser sich als renommierter Fachhändler der Nobel-Marke Ferarri etablierte und bald zu den umsatzstärksten Händlern Deutschlands zählte. Nach 42 Berufsjahren fand Fritz Neuser vor rund zehn Jahren einen Käufer und Nachfolger für seinen Vorzeigebetrieb. Sein „ größtes Hobby“ wurde nun seine Scuderia-Auto-Neuser, die er am Kleinreuther-Weg eröffnete. Hier widmet sich Friz Neuser bis heute liebevoll ausgewählten Raritäten unter den Klassikern und Sammlerfahrzeugen. „Die tägliche Arbeit mit meinem Team und die Kontakte mit vielen Kunden erhalten mich jung“, erklärt der Jubilar, der dem Radsport als Sponsor des RC Herpersdorf und der Radrennbahn am Reichelsdorfer Keller bis heute eng verbunden blieb.

Manfred M a r r

Wartung und Serverumzug

Werte Fans und Freunde der Radrennbahn Nürnberg,

es war an der Zeit unsere Homepage auf einen neuen Server zu migrieren. Das zieht sich ein wenig. Daher beschweren sich einige zu recht über den Mangel an Aktualität. Ich hoffe, dass ich es bis zur JHV am 8. März erledigt bekomme.

Mails könnten nicht ankommen, daher ruft mich einfach an! Siehe Impressum.

Hier das Wesentliche der Woche:

8. März Mitgliederversammlung, erscheint zahlreich, es stehen Wahlen an.

11. März: Ein erster Arbeitsdienst, Treffpunkt 9:00 Uhr

Terminplan 2017:

  • Samstag, 27. Mai Tag der offenen Rennbahn mit Bayerischer Stehermeisterschaft. Topact die Bordtracker mit ihren Oldtimern
  • Mittwoch, 21. Juni Preis der Sparkasse Nürnberg
  • Freitag 7. – Samstag 8. Juli Deutsche Meisterschaft der Steher präsentiert von der Nürminger Group
  • Samstag 26. August Großer Preis von RadioF
  • Sonntag 24. September Auto Neuser Preis

Toni!
Alles Gute zum 80sten

Der langjährige Bahnchef Anton „Toni“Auer, feiert heute, am 2. Februar seinen 80. Geburtstag

Toni in Action am Keller

Reichelsdorfer Keller – Als 14-Jähriger fuhr Anton Auer 1951 sein erstes Radrennrennen – das er prompt gewann. Seitdem ist der gebürtige Münchner, der am am 2. Febrruar seinen 80. Geburtstag feiert, Radsportler mit Leib und Seele. In den 1950er-Jahren zählte er als zweifacher Deutscher Meister zur Nationalmannschaft und zur deutschen Spitzenklasse unter den Bahnspezialisten. Auch nach dem Ende seiner erfolgreichen Karriere blieb der Radsport für Anton Auer die „wichtigste Nebensache“. Mit seiner reichen Erfahrung engagierte er sich fünf Jahrzehnte unermüdlich für den fränkischen Radsport. Als Vorsitzender des ältesten bayerischen Radsportvereins „RV Union 1886 Nürnberg“ (1970 bis 1982) und als langjähriger Bahnchef der Reichelsdorfer Rennbahn (1986 bis 2005) und hat der Jubilar, der auch viele Jahre als Funktionär für den Bayerischen Radsport-Verband im Einsatz war, ein großes Stück der der heimischen Radsportgeschichte mitgestaltet.

vier deutsche Meister 1958 auf einer  Ehrenrunde. v.l.n.r. Walter Sonntag, Rudi Altig, Toni Auer und Willi Altig.

An sein erstes Rennen, dass er als Jugendlicher im Trikot des „RV Solitarität München“ fuhr, erinnert sich Anton Auer noch ganz genau: „Es lief auf Anhieb großartig. Noch im gleichen Jahr wurde ich in Augsburg südbayerischer Meister“, erzählt der Altmeister stolz von seinem erfolgreichen Einstand. Nach zwei Rennjahren, in denen er auch als Junior zahlreiche Siege errang, wechselte Anton Auer zum „RV Sturmvogel München“, für den er 1954 die Deutsche Straßenmeisterschaft der A-Jugendklasse gewann! Trotz zahlreicher Erfolge bei Straßenrennen konzentrierte sich Anton Auer in den folgenden Jahren als spurtstarker Amateur auf den Bahnrennsport. Als perfekter Bahnspezialist zählte er, wie damals auch Rudi Altig, zur deutschen Bahn-Nationalmannschaft. 1958 krönte Anton Auer seine erfolgreiche Karriere mit dem Deutschen Tandem-Meistertitel, den er auf der Frankfurter Stadion-Bahn mit seinem Partner Walter Sonntag erkämpfte. Ab 1959 war der vielseitige Allrounder auch als Profi einer der besten deutschen Sprinter. Bei der DM gewann er die Bronzemedaille hinter Werner Potzernheim (Hannover) und Günther Ziegler (Schweinfurt). 1960 nahm Anton Auer in Nürnberg an einen Steherlehrgang teil und fuhr als Steherneuling zwei Jahre begeistert hinter Motoren. Bei seinen zahlreichen Starts in Nürnberg lernte er Charlotte Ruder vom RV Union kennen, die er 1962 heiratete. Nach dem Ende seiner erfolgreichen Karriere war es für den Wahl-Nürnberger selbtverständlich, dass er sich beim RV Union engagierte: Dreizehn Jahre leitete er als 1. Vorsitzender den Traditionsverein , der unter seiner Regie stets zu den erfolgreichsten in Bayern zählte.

Seine größte Aufgabe übernahm Anton Auer 1986, als er zum 1. Voristzenden des „Verein-Sportplatz“ und damit zum Bahnchef am Reichelsdorfer Keller gewählt wurde. Als Nachfolger des unvergessenen Nürnberger Altmeisters Fritz Scheller, brachte Anton Auer damals frischen Wind in die jahrzehntelang eingefahrenen Strukturen. Mit kaufmännischem Geschick und guten Management sorgte er für die notwendige Sanierung der Vereins-Finanzen und leitete umsichtig die Verwaltung, sowie die Instandhaltung der Piste und der Vereins-Gaststätte. Eine sehr umfangreiche und zeitraubende Aufgabe, die für den selbständigen Kaufmann im Laufe der Jahre fast zum Fulltime-Job wurde. „Die Rennbahn ist mein zweites Zuhause“, erklärte Anton Auer damals oft, der Jahr für Jahr den größten Teil seiner Freizeit für sein Ehrenamt opferte und dafür sorgte, dass sich „am Keller“ weiterhin die Räder drehten. Das umfangreiche alljährliche Rennprogramm der traditionsreichen Piste konnte sich während Auers Amtszeit sehen lassen. Frankens Radsportfans wurden in jeder Saison fünf gut besetzte Steher-Rennen, darunter vier Deutsche Meisterschaften, geboten!

Es fiel Anton Auer nicht leicht, als er 2006 aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für das Amt des 1. Vorsitzenden und Bahnchefs kanditeren konnte. Doch mit Andreas Zentara, den er rechtzeitig und schrittweise an viele Aufgaben heranführte, hatte Auer einen kompetenten Nachfolger gefunden, der mit ebenso großer Begeisterung die Führung des Vereins und des Rennbetriebes übernahm. Von zwei weiteren Schlaganfällen hat sich Anton Auer – mit gewissen Einschränkungen – einigermaßen erholt. Wann immer es seine Gesundheit erlaubt, ist er bei den Rennen „am Keller“ mit Ehefrau Charlotte als begeisterter Zuschauer zur Stelle. Dass die Radrennbahn – die ihn soviele Jahre am Herzen lag – am Ende dieses Jahres abgerissen werden soll, sieht Anton Auer zwar mit Wehmut, doch er ist überzeugt davon, dass man sich beim Verein Sportplatz für den richtigen Weg entschieden hat. „Man kann die Zeit nicht zurück drehen und man muss auch an die Zukunft denken“, sagt der Jubilar, der hofft, dass das geplante Projekt einer 250m-Hallenbahn zügig und erfolgreich verwirklicht werden wird.

Manfred M a r r

Terminplan 2017

Werte Radsportfans,
auch in 2017 planen wir eine komplette Saison mit interessantem Sport und als Highlight eine Deutsche Meisterschaft der Steher.

Vorläufiger Terminplan:

  • Samstag, 27. Mai Tag der offenen Rennbahn mit Bayerischer Stehermeisterschaft
  • Mittwoch, 21. Juni Preis der Sparkasse Nürnberg
  • Freitag 7. – Samstag 8. Juli Deutsche Meisterschaft der Steher präsentiert von der Nürminger Group
  • Samstag 26. August Großer Preis von RadioF
  • Sonntag 24. September Auto Neuser Preis

Genaueres dann in Kürze auch zum Download wie gewohnt als PDF