Giuseppe Atzeni gewinnt Shwarz-Metall-Cup

Giuseppe Atzeni gewann „Schwarz-Metall-Cup“ der Steher

Es war mal wieder ein toller Renntag, super Wetter, viele begeisterte Zuschauer und ein Beiprogram zum Zunge schnalzen. Noch kurz vor Rennbeginn bildeten sich lange Schlangen an den Kassen. Das macht Mut für die nächsten Veranstaltungen.

Reichelsdorfer Keller – Mit zwei souveränen Laufsiegen holte sich  Giuseppe Atzeni verdient den Gesamtsieg beim „Schwarz-Metall-Cup“ der Steher am Reichelsdorfer Keller. Der dreifache Europameister aus der Schweiz verwies den bayerischen Stehermeister Thomas Steger (RV Union 1886 Nürnberg) und Vize-Europameister Franz Schiewer ( Cottbus) sicher auf die Plätze. „ Ich war selbst etwas überrascht, dass es heute bei mir so gut lief“, sagte der bereits 39-Jährige aus Siebnen am Zürichsee, dessen Schrittmacher René Aebi sich von den fränkischen Steherfans verabschiedete: „ Nach fast 40 Jahren auf dem Motorrad muss eben auch einmal Schluss sein“, sagte der 71-jährige Routinier aus Arbon, der als Schrittmacher zwei Europameisterschaften , acht Schweizer Meistertitel und sechs Weltpokal-Rennen gewann!

Das Stockerl, davor Werner Schwarz, Andreas Zentara

und der „Sani Engel“

Bereits im ersten Lauf über 30 Kilometer begeisterten die neun Gespanne mit sehr zahlreichen und schönen Positionskämpfen die treuen Steherfans. Vor allem der Aachener Robert Retschke zeigte mit seinem Chemnitzer Schrittmacher Holger Ehnert enormen  Kampfgeist. Mit Bayernmeister Thomas Steger, der von seinem Nürnberger Schrittmacher Thomas Ruder perfekt geführt wurde, lieferte sich Retschke spannende Duelle um die Führung. Die größten Resrerven hatte auf den letzten Kilometern des Laufes allerdings Giuseppe Atzeni, der sich in blendender Form präsentierte. Nicht wie gewohnt lief es dagegen bei dem amtierenden Europa-Meister Stefan Schäfer, der in beiden Läufen diesmal nicht vorne mitmischen konnte. „Nach einer kurzen Rennpause fehlt mir derzeit einfach der richtige Schwung“, stellte Schäfer bereits nach dem ersten Lauf fest. Der vierfache Deutsche Meister und sein Nürnberger Schrittmacher Peter Bäuelerin bleiben jedoch otpimisitsch. „Bis zur EM, die im Oktober in Berlin stattfindet, wird Stefan sicher wieder zu seiner gewohnt guten Form zurück finden“, erklärte Peter Bäuelerin zuversichtlich.

Erfreulich gut lief es diesmal, vor allem im zweiten Lauf über 40 Kilometer, bei Thomas Steger, der Schäfer in einem mitreißenden Duell sehr früh von der Spitze verdrängte und dann unaufhaltsam seine Führung ausbaute. Die Vorentscheidung des sehr schnellen Laufes fiel 30 Runden vor Schluss als die beiden Ex-Europameister Giueseppe Atzeni und Patrick Kos aus den Niederlanden hinter Steger das hohe Tempo weiter verschärften. Wärend Kos dabei jedoch  sehr schnell auf Platz drei zurückfiel, ging Atzeni zum Anriff auf Steger über. Dem gewaltigen Zwischenspurt des Schweizers war Thomas Steger, der sich wacker wehrte, nicht mehr gewachsen. „Atzeni war klar der Stärkste, er hat verdient gewonnen stellte Thomas Steger neidlos fest und zufrieden fügte er hinzu: „ Ich bin mit meiner Leistung heute zufrieden es lief wesentlich besser als bei der DM vor einigen Wochen“. Zufrieden war am Ende auch Schrittmacher Frank Schwarz. Der ehrgeizige Wendelsteiner, der erstmals zusammen mit Vize-Europameister Franz Schiewer fuhr, führte den Cottbusser geschickt auf Platz drei der Gesamtwertung. „Unsere Verbindung hat auf Anhieb sehr gut geklappt“, strahlten Schiewer und Schwarz nach der Siegerehrung.

Neben einer Tombola, die „Engelein e.v.“ wieder zu Gunsten krebskranker Kinder und deren Familien durchführte, präsentierten die Organisatoren der Oldtimer-Rallye „Altmühl-Classic-Sprint“ den Zuschauern einige ihrer wertvollsten Raritäten.

Seine Abschiedsrunde durfte der Schweizer Schrittmacher René Aebi als Beifahrer in einem der schicken Oldtimer absolvieren. Auch der Nürnberger Schrittmacher Peter Schinner, der seit vielen Jahren vor allem mit fränkischen Nachwuchs-Stehern fuhr, wurde auf die gleiche Weise verabschiedet. Er bleibt dem Verein Sportplatz allerdings als zuverlässiger Mitarbeiter, Helfer und Rennleiter weiterhin erhalten.

René im Bentley auf seiner „letzten“ Runde

Adieu René und Peter

Die Nürmingerbengel mit dem neuen Familienmitglied

Manfred  M a r r

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