Reichelsdorfer Keller
Over and Out

Sehr geehrte Fans, Liebhaber und Freunde der Radrennbahn am „Reichelsdorfer Keller“

Treue Helfer, Veranstalter und Sportler des „Schwarz Metall Cup“ beenden die Saison unter Flutlicht

Mit diesem Bild möchte ich eine wunderbare Saison beenden und für den Besuch und das Interesse danken. Keine einzige wetterbedingte Absage, viele tolle Rennen und eine spannende Deutsche Meisterschaft der Steher. Das I-Tüpfelchen waren wieder einmal die MittwochAbendRennen. So soll es sein. So sollte es sein.

Die Zeit aber holt uns ein, Sie haben es sicher schon vermutet und die Medien berichten darüber seit der Sitzung des Stadtplanungsausschusses am 12. Oktober. Wir müssen den Fakten Tribut zollen und das Ende des Ovals (O-Ton der Boardtracker:“ Der geilsten Rennbahn der Welt“) ankündigen.

Bericht in der NN vom 13.10.2017

Auch das Fernsehen war schon da

Das Ende einer Ära – Radrennbahn in Reichelsdorf wird abgerissen

Weitere Steherrennen zu veranstalten wäre gegenüber Sportlern und Zuschauern grob fahrlässig. Aus Gründen der Vernunft müssen wir diesen Weg gehen, eine Sanierung der bestehenden Anlage ist aus wirtschaftlicher Sicht nicht tragbar. Öffentliche Gelder würde es nicht geben und einen mittleren 7-stelligen Betrag kann unser kleiner Verein allein nicht stemmen. Wir haben daher den Weg der Neuerung beschlossen. Für die Stadt und die Bürger in der Metropolregion sicher eine WinWin Situation, es entsteht neuer umweltverträglicher Wohnraum mit Kleingewerbe und eine neue zeitgemäße Arena im Nürnberger Südosten, dem sportlichen Leistungszentrum der Stadt. Wir planen auch weiterhin Steherrennen und, ein Novum, Sechstagerennen auf einer dann 250 Meter-Bahn. Zumindest für den süddeutschen Raum wollen wir Leistungszentrum für den Radsport zu werden. Für die treuesten unserer Fans und Bewohner der Region sicher ein tiefgreifender Einschnitt und Verlust einer langen Tradition. Aber nach 114 Jahren faszinierendem Spocht müssen wir das Ende einläuten.

Wir verabschieden uns nun in die Winterpause und ziehen uns zur Beratung zurück. Wie es weiter geht entscheiden auch die Mitglieder. Wir werden versuchen dem Bahnsport so lange es geht eine Plattform zu geben und unsere Mittwochabend Rennserie aufrecht zu erhalten.

Ich wünsche allen eine gute Zeit, bleiben Sie uns gewogen. Es bleibt spannend. Über den Stand der Dinge werde ich aktuell berichten.

Horrido, T o r s t e n S e e l e r

Am 22. Oktober und 5. November finden wie geplant die Rennen des AAN-Cross-Cup statt.

Der Bericht der Nürnberger Nachrichten vom 12. Oktober im Zitat:

Die Radrennbahn am Reichelsdorfer Keller ist in die Jahre gekommen, eine Sanierung lohnt sich nicht mehr. Der Besitzer der Anlage, der „Verein Sportplatz Nürnberg 1903“, wird an anderer Stelle ein Velodrom schaffen: im Sportpark Langwasser. In Reichelsdorf entsteht derweil ein neues Wohnquartier.

15.000 Zuschauer bejubelten einst die Radsportler in der Arena, die der „Verein Sportplatz Nürnberg 1903“ im Jahr 1904 in Reichelsdorf errichten ließ. Doch längst ist die Bausubstanz marode, die Bedingungen sind für modernen Radsport nicht mehr zeitgemäß. Zudem fehlt ein Dach, das Training und Wettbewerbe das ganze Jahr über möglich machen würde. Der Verein hat sich deshalb entschlossen, die Anlage abreißen zu lassen.

Gemeinsam mit einem Investor, der Nürminger Group, will er in Langwasser eine Radrennbahn bauen – ein Velodrom mit einem 250 Meter langen Rundkurs aus Holz in einer geschlossenen Halle. Schulbürgermeister Klemens Gsell, der das Vorhaben sehr begrüßt, hat den südöstlichen Teil des Sportparks Langwasser vorgeschlagen. Die Flächen dort gehören dem Freistaat Bayern.

Am Donnerstag, 12. Oktober, beschäftigt sich der Stadtplanungsausschuss des Stadtrats mit dem Thema Velodrom, für das der Bebauungsplan geändert werden muss. Auf der Tagesordnung steht dann auch die Frage, was aus dem alten Rennbahn-Standort in Reichelsdorf wird.

Grünfläche von 7000 Quadratmetern

Dort soll nach Plänen des Vereins neuer Wohnraum mit bis zu 165 Einheiten entstehen: 140 Einheiten in Mehrfamilienhäusern und bis zu 25 als Eigenheime. Auch eine Kindertagesstätte sowie kleine Läden und Dienstleister werden berücksichtigt. Autos sollen in Tiefgaragen verschwinden, das neue Quartier soll weitgehend autofrei bleiben, die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel ist gut. Von den Grünflächen will man 7000 Quadratmeter erhalten, was einem Viertel der Gesamtfläche entspricht.

Für die Planung wird der Verein im Jahr 2018 mit Unterstützung der Stadt einen Ideenwettbewerb durchführen. Sieben Planungsteams aus ganz Deutschland wurden eingeladen, städtebauliche Entwürfe einzureichen

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